Nicole Monéglia, eine Familiengründung in Fernost – Koloniale Vergangenheit

Nicole Monéglia

Familiengründung in Fernost – Koloniale Vergangenheit

Unserer Enkel Noah und Keziah Urgroßmutter mütterlicherseits, Nicole Monéglia, wurde 1926 in Phnom Penh geboren und heiratet 1946 den Sohn armenischer Emigranten, Jean Chaland, der seinerseits in Shanghai zur Welt kam.

Beide verlebten ihre Kindheit und Jugend zu einer Zeit, als Teile des heutigen Vietnams, Kambodschas und Laos‘ zu einer seit 1863 existierenden französischen Kolonie, dem sog. Indochina, gehörte.

Nicole Monéglia, Saigon 1946

Nicole Monéglias Vorfahren waren Beamte des dortigen kolonialen französischen Veraltungsapparates. Ihr Vater, Marie Jules  Monéglia,  Sohn eines hochdekorierten napoleonischen Offiziers, war zunächst als Finanzbeamter Chef der Besoldungsstelle  und zuständig für das europäischen und asiatischen Personal im Staatsdienst. Marie Jules  Monéglias  Mutter, Louise Marie Josephine Dupuy De Marquès, stammte aus einer alten, über viele Generationen in der Corrèze ansässigen Adelsfamilie, aus der zahlreichen Juristen, Politiker und Ärzte hervorgingen.

Nicoles Mutter, Jeanne Rose Durot, war bereits in Saigon geboren, denn ihr Vater, Edouard Auguste Durot, war  seit 1885 als Kolonialbeamter in Indochina tätig. (Administrateur de 5e classe des sevices civiles de l’Indo-Chine).  Er erblickte  in Gravlines, Département Le Nord das Licht der Welt. Seine Ahnen stammen fast ausnahmslos aus dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Flandern.

Jeanne Rose Durot und Marie Jules  Monéglia   lernten sich also  in Kambodscha kennen und heirateten in Saigon. Am 23.07.1926 kam ihre Tochter, also Noahs und Keziahs Urgroßmutter in Phnom Penh zur Welt. Sie wurde auf den Namen Nicole getauft.

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